Verletzungen des Rückenmarks - Ergebnisse der autologen Stammzelltherapie (n=85)
Einführung
Aufgrund der einfachen Zugänglichkeit autologer Stammzellen, sowohl von gesunden Spendern als auch von Patienten, und ihrer therapeutischen Eigenschaften, zogen sie viel Aufmerksamkeit für zellbasierte Therapiekonzepte auf sich1. Obwohl die Wirkungsweise noch nicht komplett erfasst wurde, konnte in kleinen klinischen Studien mit Querschnittspatienten sowie der positiven Effekte der Anwendung von autologen Stammzellen als auch ihre Sicherheit nachweisen werden2-4.
Methode
In einem grösseren Rahmen wurden Patienten mit einer chronifizierten Rückenmarksverletzung im XCell Center mit autologen Stammzellen mittels Lumbalpunktion behandelt. Es wurden zuvor 200 ml Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen und für die Transplantation mittels Dichtegradientenzentrifugation konzentriert (durchschnittlich wurden 6.000.000 Zellen verabreicht). Nach der Behandlung wurden die Patientendaten mittels einer Nachevaluierung erfasst. Die Ergebnisse der 85 behandelten Patienten werden in diesem Poster präsentiert.
Ergebnisse
Das untere Diagramm zeigt die Aufteilung der Patienten nach Schwere der Rückenmarksverletzung. Die verzeichneten Nebenwirkungen wurden durch die Lumbalpunktion, nicht durch die Stammzellen hervorgerufen. Die häufigste Nebenwirkung war ein kurzzeitiger, leichter Kopfschmerz (15 % der Patienten).


Fast 60 % der behandelten Patienten berichteten von Verbesserungen. Zwischen den beiden Patientengruppen ASIA A (kompletter Querschnitt, ASIA B und ASIA C (inkomplette Spinalkanalläsion) bestand dabei kaum ein Unterschied. Das untere Diagramm zeigt die Art der Verbesserung auf. 40 % der behandelten Patienten berichteten über eine Gefühlsverbesserung (Wärme- und Kälteempfinden, Berührung). Weniger Schwäche und eine verbesserte Ausdauer wurde von einem Viertel (25 %) der Patienten genannt. 10 % der Patienten berichteten über eine verbesserte Blasen- und Darmfunktion sowie über eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit. Es zeigte sich keine eindeutige Korrelation zwischen einem positiven Ergebnis und der Anzahl der implantierten Stammzellen.


Diskussion
Zusammenfassend wurden bei fast 60 % der behandelten Patienten eine positive Wirkung auf die Rückenmarksverletzung verzeichnet. Die angewendete Methode ist sicher, die am häufigsten genannte Nebenwirkung war eine kurze Periode mit leichtem Kopfschmerz. Vergleicht man eine Studie über Nebenwirkungen des XCell Centers (diese Studie beinhaltete 350 Patienten) mit internationaler Literatur, liegt das XCell Center bei Kopfschmerz nach Lumbalpunktion mit 3,7% im unteren Bereich. Vergleicht man die Nebenwirkungen des XCell Centers nach Lumbalpunktion mit internationaler Literatur, so liegt die Häufigkeit der Kopfschmerzen nach Lumbalpunktion mit 3,7 % im unteren Bereich5.
Literatur
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- Dezawa M. Systematic neuronal and muscle induction systems in
bone marrow stromal cells: the potential for tissue reconstruction
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Kocabay S. Treatment of chronic spinal cord injured patients with
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Cytotherapy. 2008;10(6):565-574. - Bakshi A, Barshinger AL, Swanger SA, Madhavani V, Shumsky JS,
Neuhuber B, Fischer I. Lumbar puncture delivery of bone marrow
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Journal of neurotrauma. Jan 2006;23(1):55-65. - Mackay-Sim A, Feron F, Cochrane J, Bassingthwaighte L, Bayliss
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The Journal of emergency medicine. Aug 2008;35(2):149-157.


