Grenzen der Stammzelltherapie
Adulte Stammzellen sind kein Allheilmittel. Das therapeutische Potenzial ist schwer einzuschätzen. Bei vielen Menschen stellt sich nach der Behandlung mit körpereigenen Stammzellen eine deutliche Besserung ein, bei einigen Menschen zeigt die Behandlung jedoch keinen Effekt. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf: Über welche Mechanismen wirken die Stammzellen? Welche Botenstoffe sind es, die den Heilungsprozess in Gang? Wie groß ist das Potenzial der adulten Stammzellen, sich in das jeweilige Gewebe zu integrieren? Und wovon ist die Umwandlung in verschiedene Zelltypen abhängig?
Qualität der Stammzellen
Eine große Bedeutung scheint auch der Qualität des eingesetzten Knochenmarks zuzukommen. Je älter der Mensch wird, desto schlechter ist auch die Teilungs- und Lebensfähigkeit seiner Stammzellen. Die Frage, ab wann die Knochenmarkstammzellen ihr heilendes Potenzial ausgeschöpft haben, ist gerade für den Einsatz bei Erkrankungen, die erst in späteren Lebensabschnitt auftreten, von Bedeutung. Viele Forscher sind schon heute davon überzeugt, dass die weiteren Ergebnisse zu dem Schluss führen werden, dass es sinnvoll ist, sich in jungen Jahren Stammzellen entnehmen zu lassen. Der Vorteil gegenüber der Einlagerung von Nabelschnurblut: Die Menge an Stammzellen im Nabelschnurblut reicht unter Umständen für den Bedarf eines erwachsenen Menschen nicht aus, während aus dem Knochenmark im jugendlichen Alter problemlos eine für Therapiezwecke ausreichende Anzahl von Stammzellen entnommen werden kann.
Embryonale Stammzellen
Die Diskussionen, die heute bezüglich der Stammzelltherapie geführt werden, betreffen ausschließlich die embryonaler Stammzellen. Um sie zu gewinnen, müssen Embryonen vernichtet werden, also befruchtete Eizellen, aus denen sich ein ganzer Mensch entwickeln könnte. Viele Menschen lehnen die Vorstellung, Embryonen als Ersatzteillager zu benutzen, verständlicherweise ab. Unabhängig von diesen Diskussionen ist die Verwendung embryonaler Stammzellen noch immer weit von der klinischen Anwendung entfernt, nicht zuletzt weil embryonale Stammzellen eine starke Neigung zur Vervielfältigung besitzen, wodurch die Entstehung von Tumoren gefördert werden könnte. Nach allen bisherigen Erkenntnissen scheint die Entstehung von Tumoren durch die Verwendung adulter Stammzellen nicht begünstigt zu werden. Auch deshalb sehen viele Mediziner adulte Stammzelltherapie als den Königsweg der Regenerativen Medizin.
Das XCell-Center setzt zu Therapie- und Forschungszwecken ausschließlich adulte Stammzellen ein.
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