Menschliche Stammzellen - Nervenkranke Mäuse geheilt
Juni 4, 2008
Mit Hilfe menschlicher Stammzellen haben US-Forscher eine angeborene und tödliche Nervenkrankheit erfolgreich behandelt, allerdings zunächst bei Mäusen. Die Wissenschaftler transplantierten die menschlichen Stammzellen ins Gehirn der Nager, woraufhin diese die bei den Tieren fehlende Schutzhülle um die Nervenfasern bildeten. Die Symptome der Erkrankung besserten sich daraufhin, ein Teil der Tiere wurde gar völlig geheilt, wie die Forscher im Journal "Cell Stem Cell" berichten.
Die häufigste Erkrankung im Zusammenhang mit der Schutzhülle von Nerven (Myelinscheide) ist beim Menschen die Multiple Sklerose, kurz MS. Dabei wird die Schutzhülle im Laufe des Lebens vom eigenen Immunsystem angegriffen und so nach und nach zerstört. Bei Kindern zählen zu den Erkrankungen der Myelinscheide unter anderem das Tay- Sachs-Syndrom und die Krabbe-Krankheit.
Bereits 2005 hatten US-Forscher menschliche Stammzellen in Mäuse mit Rückenmarkverletzungen injiziert. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung der Beweglichkeit, berichteten Forscher. Die Stammzellen entwickelten sich zu Nervenzellen, die dann auch Verbindungen zu anderen Nervenzellen eingingen. Andere US-Forscher zeigten, dass embryonale Stammzellen vom Menschen im Hirn von Mäusen funktionierende Nervenzellen bilden.


